Liebe Leser*innen,
"Ich will ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Begegnung eigentlich nur bereichernd sein kann — und ich als Schüler*in dabei gar nichts falsch machen kann." Das sagt Romana Schneider, Lehrerin in Thüringen mit langjähriger LdE-Erfahrung. Sie ist fest überzeugt: "Schüler*innen müssen vor die Tür und Menschen begegnen. Weil wir nur friedlich zusammen leben können, wenn wir einander anschauen, wahrnehmen, die Perspektive der Anderen einnehmen können."Ich konnte mit Romana für unsere neue Podcast-Epsiode darüber sprechen, wie Begegnungen im LdE-Unterricht gelingen und wirken können. Die Heidelberger Bildungsforscherin Prof. Dr. Anne Sliwka hat sich nicht damit zurückgehalten, in diesem Kontext von "genial" zu sprechen: So schätze sie das Potenzial von LdE ein — um die vielen sich fortwährend aushärtenden Bubbles in unserer Gesellschaft aufzuplatzen. Für Zusammenhalt in unserer demokratischen Gesellschaft: für Gemeinschaft trotz Dissens. Begegnungen, die Schüler*innen in neuen Lebenswelten machen, können für den Unterricht wertvolle lebensnahe Gesprächsanlässe bieten — und gleichzeitig eine Herausforderung für Lehrer*innen sein. Politische Debatten in Klassenzimmern verlangen: junge Menschen nicht mit eigenen Meinungen zu überwältigen. Und: Kontroversen abzubilden (fälschlicherweise häufig als Neutralitätsgebot verkürzt). Begegnung und Kontroverse: zwei Grundpfeiler der Demokratie, die LdE-Unterricht konkret erlebbar macht. Wir hoffen, Sie mit unserer Podcast-Episode, unserer ersten LdE-Handreichung für Schulleitungen und mehr Anregungen in dieser Newsletter-Ausgabe dazu zu inspirieren! |